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weitere
Infos:
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Kinder-
und Jugendrheumatologische Ambulanz am Kinderkrankenhaus St. Marien
Interessante Links für Rheumakinder und deren Eltern
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Die Abteilung für Kinderrheumatologie beschäftigt sich mit
allen Erkrankungen des sog. „rheumatischen Formenkreises“
des
Kindes- und Jugendalters.
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Der Begriff „Rheuma“ umfasst eine Vielzahl an verschiedenen
Erkrankungen der Gelenke, Muskulatur, Bindegewebe, Sehnen und auch innerer
Organe und betrifft nicht nur Erwachsene. Zum rheumatischen Formenkreis
gehören entzündliche Gelenkerkrankungen („Arthritis“),
Autoimmunerkrankungen,
die innere Organe, Muskulatur, Haut und das Bindegewebe betreffen ( z.B.
„systemische Arthritis“, „Kollagenosen“, „systemischer Lupus
erythematodes“ etc.) und Entzündungen der Gefäße („Vaskulitis“). |
derzeit leiden in Deutschland
mehr als 30.000 Kinder und Jugendliche an einer rheumatischen Erkrankung der
Gelenke oder innerer Organe, pro Jahr erkrankt 1 von 1000 Kindern in Deutschland
an einer Gelenkentzündung.
Die meisten dieser Kinder können heutzutage überwiegend ambulant betreut
werden, auch hier in Landshut bietet eine kinder- und jugendrheumatologische
Ambulanz die Möglichkeit der ambulanten Patientenbetreuung.
Leider lässt es sich aber nicht in jedem Fall umgehen, daß eine stationäre
Aufnahme erfoderlich wird. In der Kinderrheumatologie Landshut werden
alle Krankheitsbilder des rheumatischen Formenkreises mit Ausnahme der
generalisierten Schmerzsyndrome bei Bedarf auch stationär
behandelt.
Dies betrifft vor allem schwerere Verläufe in der Anfangszeit, die eine
teilweise Gabe der Medikamente in die Vene ( i.V.) oder / und eine besonders
intensive Überwachung erfoderlich machen. Manchmal ist aber auch ein stationärer
Aufenthalt zu umfangreichen Untersuchungen, die ambulant sehr schwierig durchführbar
sind, notwendig.
Die Patienten werden dann im Normalfall auf einer unseren Kinder- und
Jugendstationen aufgenommen, die bei Bedarf auch die Möglichkeit einer
Isolierung bieten. Dies kann manchmal notwendig sein, wenn die Kinder aufgrund
der Medikamente eine besondere Anfälligkeit für Infektionserkrankungen haben (
sog. „Umkehrisolation“)
Alle Einzelschritte in der Behandlung der Rheumapatienten werden von den
Stationsärzten in Zusammenarbeit mit kinderrheumatologisch erfahrenem ärztlichem
Personal geplant.
Natürlich bietet sich auch bei Bedarf bei sehr schweren Verläufen die Möglichkeit,
einen Patienten auf unserer Intensivstation zu betreuen. Auch dort werden die
Kinder zusätzlich zu den Intensivärzten durch einen Kinder- und
Jugendrheumatologen oder einen in der Kinderrheumatologie versierten Arzt / Ärztin
mitbetreut.
Kortisongaben in ein Gelenk sind eine gängige und sehr effektive Therapiemaßnahme
in der Rheumatologie. Auch in unserer Kinderrheumatologie wird diese Maßnahme
regelmäßig angewendet. Besonders bei kleineren Patienten ist der Erfolg nach
einer solchen Therapie sehr stark von der Nachbetreuung abhängig. Aus diesem
Grund wird diese Therapie in unserem Haus in einen meist kurzdauernden ( einige
Tage) stationären Aufenthalt durchgeführt. Die Patienten erhalten zu diesem
Eingriff eine kurze tiefe Sedierung und werden dabei kontinuierlich von einem
Narkosearzt betreut.
Um den stationären Patienten eine umfassende Therapie anbieten zu können,
wurde die Ausstattung der Stationen und der Physiotherapie auf die Bedürfnisse
der Rheumakinder abgestellt.
Im Einzelnen werden speziell für die
Rheumapatienten folgende Einrichtungen vorgehalten:
-
Schedepferdchen
für die Gelenkentlastung bei Kleinkindern
- Laufräder für die Gelenkentlastung bei Klein- und Schulkindern
- Sitzroller für die Gelenkentlastung bei Schulkindern
- Fangoofen
- Schlingentisch
- TENS
- therapeutischer Ultraschall
- Galileo ®- Vibrationstrainer
- hochauflösende Ultraschallsonde speziell für kleine Gelenke ( „hockey-stick“)
Die mit der Behandlung rheumakranker Kinder betrauten
Physiotherapeutinnen arbeiten nach den Garmischer Behandlungskonzept,
das in
speziellen Kursen im deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie
erlernt wurde.
Die angefügte Liste zeigt einige
Gründe, die eine stationäre Behandlung rheumakranker Kinder erforderlich oder
sinnvoll machen:
- hoher diagnostischer Aufwand ( viele verschiedene oder umfangreiche
Untersuchungen)
(z.B.
Knochenmarksuntersuchung, Nervenwasseruntersuchung etc.)
- Einleitung einer intensiven entzündungshemmenden Therapie (Steroide,
Basistherapie)
- Kortisoneinspritzung in Gelenke
- interdisziplinäre Behandlung mit anderen Spezialgebieten ( z.B.
Gastroenterologie, Kardiologie etc.)
Wir sind in jedem Fall bemüht, den stationären
Aufenhalt so kurz und gleichzeitig so unbelastend wie möglich für unsere
Patienten und deren Begleiter zu gestalten.
Scheuen Sie sich nicht, uns zu Fragen rund um eine stationäre
oder ambulante Betreuung zum Thema „Kinderrheumatologie“ zu kontaktieren:
Dr. Rainer Berendes
Kinderrheumatologe
Tel. 0871 / 852 0
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