Pflegestationen: Allgemeine Informationen

Wenn ein Kind ins Krankenhaus muss, ist dies immer mit Ängsten und Sorgen verbunden – sowohl auf Seiten der Kinder als auch auf Seiten der Eltern. Die neue farbenfrohe Gestaltung des Kinderkrankenhauses soll den Kindern dabei helfen, die Angst zu verlieren und sich ein wenig heimisch fühlen zu können.

Die folgenden Informationen sollen Eltern dabei unterstützen, sich über die Pflege und Organisation im Kinderkrankenhaus zu informieren:

Die Pflege im Kinderkrankenhaus ist im Rahmen der Bereichspflege organisiert. Das bedeutet, dass eine examinierte Pflegekraft für eine überschaubare Gruppe von Kindern zuständig ist und deren Eltern als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Da wir in unserem Haus selbst ausbilden, werden pflegerische Maßnahmen dem Ausbildungsstand entsprechend auch an Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule delegiert, die ihre Praxiseinsätze auf den verschiedenen Stationen durchlaufen. Bei der Einteilung unserer Pflegekräfte achten wir auf eine möglichst große Betreuungskontinuität, um die Anzahl Bezugspersonen und Ansprechpartner möglichst überschaubar zu halten.

Der Krankenhausalltag unterliegt zwar immer einem bestimmtem Rhythmus, der durch Visiten, Untersuchungs- und Operationstermine und andere organisatorische Bedingungen bestimmt wird, die Pflegekräfte versuchen jedoch immer jeden Patienten nach seinen individuellen Bedürfnissen zu versorgen und den Tagesablauf patientenorientiert und effektiv zu gestalten, damit unsere Patienten so bald wie möglich wieder nach Hause entlassen werden können.

Ziel der Pflegekräfte ist eine professionelle, umfassende und möglichst individuelle Pflege, die versucht, neben den physischen auch die psychischen und sozialen Bedürfnisse der Patienten und ihrer Familien in die Arbeit zu integrieren. Der Einbezug der Eltern bei der Pflege und Versorgung der Kinder hat einen bedeutenden Stellenwert, was sich u.a. auch in der sehr hohen Rate an Mitaufnahmen von Begleitpersonen zeigt (im Durchschnitt des Gesamthauses über 60%).

Um mit der ständigen Spezialisierung Schritt zu halten, werden unsere Pflegekräfte kontinuierlich fort- und weitergebildet. So gibt es beispielsweise Fachkräfte für die Betreuung von intensivpflichtigen Patienten und Kindern die von bestimmten Krankheitsbildern betroffen sind, wie z.B. Diabetes oder Epilepsie. Aber auch allgemein pflegerisch unterstützende Konzepte wie z.B. die Basale Stimulation werden gefördert und angewendet.

Basale Stimulation in der Pflege

Das Konzept der Basalen Stimulation sucht Zugangswege für Früh- und Neugeborene, sowie Kinder mit Behinderungen. Ziel ist es, ihre spezifischen Bedürfnisse zu ermitteln und angemessene Möglichkeiten des Austausches zu schaffen, damit sie mit ihren eigenen Fähigkeiten reagieren können und Förderung und Weiterentwicklung entstehen kann.

Die Umsetzung des Konzeptes der Basalen Stimulation erfordert Fachkenntnis, eine gute Beobachtungsgabe und „Handwerkszeug“. Die Pflegekräfte des Kinderkrankenhauses werden konsequent und umfassend nach diesem Konzept geschult und integrieren diese Fähigkeiten in den Pflegealltag.

Praxisbegleiterinnen für Basale Stimulation im Haus sind:

  • Frau Anita Eder
  • Frau Cornelia Vogel

Jeweils im Früh-, Spät- und Nachtdienst ist eine Kinderkrankenschwester im Rahmen der Bereichspflege für Ihr Kind zuständig und steht für Sie als Ansprechpartner zur Verfügung.