Neonatologie/Intensiv

Die interdisziplinäre Intensivstation am Kinderkrankenhaus St. Marien Landshut ist mit 18 genehmigten Beatmungsplätzen eine der größten neonatologischen Einheiten Bayerns. Etwa 700 Kinder werden im Jahr intensivmedizinisch behandelt.

Die Neonatologie der Kinderklinik St. Marien bildet in enger organisatorischer Einheit mit den Geburtskliniken am Klinikum Landshut und am Krankenhaus Landshut-Achdorf das Perinatalzentrum Landshut, das im Jahre 2003 sein 10-jähriges Bestehen gefeiert hat. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Kinderärzten der Kinderklinik mit den Geburtshelfern ermöglicht eine optimale Versorgung von Risikoschwangerschaften und Risikogeburten. Im weiteren Umkreis versorgt unser Neugeborenen-
Notarztdienst zusätzlich insgesamt 10 geburtshilfliche Abteilungen mit zusammen etwa 6000 Geburten.

Die Intensiv-Station bietet alle technischen und personellen Voraussetzungen der modernen neonatologischen und pädiatrisch-kinderchirurgischen Intensivmedizin und wird durch einen ärztlichen Schichtdienst rund um die Uhr versorgt. Neben Assistenten in fortgeschrittener Weiterbildung betreuen 7 Fachärzte mit Spezialisierung in Neonatologie, 2 Fachärzte mit Spezialisierung in Pädiatrischer Intensivmedizin und 1 Kinderkardiologen extrem kleine Frühgeborene unter 1000 g, Kinder mit akuten Störungen der Atmung, herzkranke Kinder, Kinder mit Vergiftungen, nach Unfällen und nach großen kinderchirurgischen Eingriffen. Kinder mit lebensbedrohlichen Infektionen oder Abwehrschwäche können in speziellen Isoliereinheiten intensivmedizinisch behandelt werden.

Alle diagnostischen Möglichkeiten wie Röntgen, Labor, Ultraschall und Echokardiographie stehen rund um die Uhr zur Verfügung. In enger Kooperation mit der Kinderchirurgie sind jederzeit erforderliche operative Eingriffe möglich.

Der Intermediate Care Bereich bietet die Möglichkeit zur Behandlung 12 weiterer Kinder. Wir bieten hier auch die Möglichkeit zur Mitaufnahme eines Elternteiles in modern gestalteten Elternzimmern, insbesondere stillender Mütter.

Bei aller Technik legen wir Wert auf die Umsetzung einer individuellen und patientenorientierten Pflege. Die Integration der Eltern in die Pflege des Kindes ohne festgelegte Besuchszeiten, eine geduldige Anleitung zum Stillen und der enge Hautkontakt auch extrem kleiner, beatmeter Frühgeborener mit der Kängurumethode fördern eine frühe, intensive Eltern-Kind-Beziehung.

Kinder nach langdauernder, schwieriger Intensivbehandlung benötigen gelegentlich nach der Entlassung noch spezielle Pflegemassnahmen, wie häusliche Sauerstofftherapie, Tracheostomapflege, Heimbeatmung, parenterale Ernährung, Ernährung über PEG-Sonde usw.. Die Kinderklinik St. Marien Landshut bietet zur Entlastung der Eltern eine besondere nachstationäre Pflege durch erfahrene Intensivschwestern an. Dies ermöglicht eine bessere Verzahnung der häuslichen Versorgung mit den stationären Behandlungsmassnahmen.