Mitarbeiterförderung
Weiterbildung im ärztlichen Bereich

Die Vielschichtigkeit kindlicher Erkrankungen in den verschiedenen Altersgruppen erfordert eine umfassende kinderärztliche Qualifikation und Kompetenz, die es ermöglicht, das Kind als Gesamtindividuum zu behandeln. Die zunehmende Spezialisierung der Medizin kann ohne die Hilfe verschiedener Organspezialisten nicht mehr bewältigt werden. Deshalb reicht das medizinische Angebot des Kinderkrankenhauses St. Marien von einer breiten allgemeinpädiatrischen bzw. kinderchirurgischen Versorgung bis zu hoch spezialisierten Abteilungen.

Dieser Anspruch spiegelt sich in den vielfältigen Weiterbildungsermächtigungen wieder.

 


 

 


Weiterbildungscurriculum Pädiatrie am Kinderkrankenhaus St. Marien

1. Weiterbildungsjahr

Einsatz auf Station 1, Station 3 und der Zentralen Patientenaufnahme (ZPA): Beurteilung der physischen, psychischen, mentalen und sozialen Entwicklung von Patienten vom Säuglingsalter bis zum Jungendlichen. Sichere klinische Untersuchung, Diagnostik und Therapie häufiger Erkrankungen (z.B. Infektionen, Krampfanfälle, Synkopen), Umgang mit Hygiene. Sicheres Erlernen von Blutabnahmen, intravenöse Zugänge, intraossäre Zugänge, Liquorpunktionen, Urinkathetern und intracutanen Testungen. Befundung von Röntgenbildern, Lungenfunktionsdiagnostik und EKG. Erwerb von Grundkenntnissen in der Sonographie und der chirurgischen Wundversorgung. Erstversorgung von Patienten in der Notaufnahme der Kinderklinik, Gesprächsführung mit Patienten und Angehörigen.

 2. und 3. Weiterbildungsjahr

Einsatz auf Station 1, Station 3 und der Zentralen Patientenaufnahme (ZPA). Während des 2. Jahres Rotation in den Bereich Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin in den Schichtdienst (Station 4 und PNZ). Behandlung von Erkrankungen von Früh- und Reifgeborenen (Level 1-Perinatalzentrum), Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich Reanimation, Kreislauftherapie, Hypothermiebehandlung, maschinelle Beatmung, parenterale Ernährung, Infusion und Transfusion. Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder und angeborener Stoffwechselerkrankungen, Vorsorgeuntersuchungen. Reifebeurteilung. Erlernen wichtiger Techniken wie jegliche Gefäßzugängen (peripher, zentral, arteriell, über Nabelvene), Anfertigen von Röntgenbildern, Intubation, NO-Beatmung, aEEG, Durchführung von Impfungen. Vertiefung und Ausbau der sonographischen Kenntnisse, insbesondere Hüft- und Schädelsonographie.

4. Weiterbildungsjahr

Einsatz in der Neonatologie (PNZ) und der pädiatrischen Intensivstation (Station 4). Vertiefen des Erlernten. Möglichkeit der Vertiefung von Kenntnissen in Spezialbereichen. Erlernen echokardiographischer neonatologisch-intensivmedizinischer Basisdiagnostik.

5. Weiterbildungsjahr

Einsatz auf einer pädiatrischen Station (Station 1, Station 3), dem Schlaflabor (Station ZNS), der Psychosomatik  oder im sozialpädiatrischen Zentrum. Erkennung und Behandlung von Schwerpunkt-assoziierten Erkrankungen (Allergologie, Diabetologie, Endokrinologie, Gastroenterologie, Kardiologie, Nephrologie, Neurologie, Pulmonologie, Rheumatologie).  Betreuung und Schulung von Kindern und Jugendlichen mit chronischen Erkrankungen. Erkennung und Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten und psychosomatischen Erkrankungen. Planung und Organisation von sozialpädiatrischen Maßnahmen. Möglichkeit des weiteren Erwerbs und der Vertiefung von Spezialkenntnissen, je nach Neigung auch im Rahmen der Spezialambulanzen.