Anthroposophische Medizin

Haben Sie schon mal von Waldorfpädagogik oder Demeter-Landwirtschaft gehört? Kennen Sie die Marken Weleda, Dr. Hauschka, die GLS-Bank oder die dm-Märkte? Die soziale Idee hinter diesen Firmen geht zurück auf die Anthroposophie. Die Anthroposophie wiederum geht zurück auf ihren Begründer Dr. Rudolf Steiner, der in einer Zeit lebte (1861-1924) als es mächtig in Mode kam, den Mensch und seine belebte Umwelt rein sinnlich, mechanisch-naturwissenschaftlich zu begreifen. Auf dem Siegeszug der mikroskopischen Physiologie und Biochemie schien der Geist des Menschen nicht mehr wichtig, man war und ist bis heute überzeugt, alle seelischen Phänomene irgendwann als molekulare Prozesse identifizieren zu können. Dieses Forschen hat dazu geführt, dass wir lebendige Systeme äußerst wirkungsvoll manipulieren und steuern können. Aber verstehen wir deshalb das Leben und die Seele?

Rudolf Steiner hat neben dieser, schon damals sehr mächtigen Wissenschaft begonnen, ebenso wirksame, geisteswissenschaftliche Methoden zu entwickeln, die nicht manipulativ sondern kommunikativ mit der Schöpfung umgehen.

Auf diese Weise konnte er zusammen mit der Ärztin Dr. Ita Wegmann auch die Medizin erheblich befruchten. Es entstand die anthroposophische Medizin. Diese ist heute in Deutschland organisiert in der www.gaed.de (Gesellschaft anthroposophischer Ärzte Deutschland), im www.damid.de (Dachverband anthroposophische Medizin), im Patientenverband www.gesundheit-aktiv.de und zahlreichen weiteren Verbänden.

Methoden und Erkenntnisse der Anthroposophie verwirklicht man in seelischer Beobachtung und spiritueller Praxis, welche jeder lernen und im persönlichen wie im sozialen Leben bereichernd einsetzen kann. Wenn Sie sich dafür interessieren, wenden Sie sich gerne an Frau Stemplinger: petra@elternwerk.org.

Das Wesentliche der anthroposophischen Medizin ist die Art und Weise, wie man als Arzt dem Kranken begegnet und ihm mit Wissen und innerer Haltung zur Verfügung steht, die Krankheit zu verstehen und das Kranksein zu verwandeln. Der Arzt absolviert dafür neben dem üblichen Studium und der Facharztausbildung eine breite Zusatzausbildung mit Selbsterfahrung. Er lernt viele Heilmittel aus der Natur, ihre pharmazeutische Herstellung (potenzieren, rhythmisieren etc.) und ihre Indikation (äußerlich, innerlich oder injiziert) kennen. Rhythmische Einreibungen, Massagen, Bäder, Wickel und Auflagen werden angewendet. Auch Kunst, Sprache, Bewegung, Musik und Meditation können zur Unterstützung der Gesundung eingesetzt werden. Damit bietet die AM breite Möglichkeiten bei akuten Erkrankungen ebenso wie bei chronischen oder bei sogenannten psychosomatischen Leiden. Ziel der Behandlung ist es, den Kranken aus einer ohnmächtigen Situation heraus zu führen und als aktiven Gestalter seiner Biographie wieder einzusetzen.

Für eine ausführliche Erstanamnese inkl. individueller Therapieplanung (Dauer ca. 1 Stunde) sowie für mögliche Folgetermine vereinbaren sie bitte einen Termin.  Die Leistungen werden nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet. Hinweis: Häufig sind diese Leistungen bei der Krankenkasse nicht erstattungsfähig.

Petra Stemplinger, Kinder- und Jugendpsychiaterin, -psychotherapeutin (GAÄD, DtGAP)